Läuse was dann?

Was macht man mit den Haaren ? 

Sind Läuse in den Haaren festgestellt worden, sind die Haare zu behandeln. Zur Behandlung stehen mehrere Mittel zur Verfügung. Diese sind auf Rezept oder auch rezeptfrei in der Apotheke zu erhalten. Bitte lassen Sie sich bei der Auswahl des für Ihren Fall geeigneten Mittels vom uns beraten und lesen Sie die Hinweise auf der Packungsbeilage. Besonders sind hierbei die folgenden 4 Punkte zu beachten:

  • Alle Mitglieder einer Lebensgemeinschaft sollten sorgfältig kontrolliert und gegebenenfalls behandelt werden.
  • Es ist möglich, dass durch die Nissen geschützte Jungläuse (Embryonen) die Behandlung überleben. Deren Entwicklung dauert 8 Tage. Aus diesem Grund sollte der Behandlungserfolg am 8. Tag nach der Behandlung sorgfältig kontrolliert werden. Kann die Kontrolle nicht sorgfältig durchgeführt werden, ist es zweckmäßig, die Behandlung mit dem Behandlungsmittel nach 8 Tagen zu wiederholen.
  • Säuglinge und Kleinkinder sollten Sie niemals selbst behandeln, sondern immer zuerst Ihren Haus- oder Kinderarzt fragen. Das Gleiche gilt für schwangere Frauen oder Mütter während der Stillzeit.
  • Bei entzündeten Kratzwunden sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden.
  • Durch regelmäßige Kontrollen sollten Sie den Behandlungserfolg überprüfen.
  • Tote Nissen können Sie mit Hilfe eines Nissenkamms abkämmen. Dieses ist jedoch nach sachgerechter Behandlung nur eine kosmetische Maßnahme. Vorheriges mehrmaliges Spülen der Haare mit lauwarmem Essigwasser (3 Esslöffel Essig auf 1l Wasser) erleichtert die Prozedur.  

Was macht man mit den Gebrauchsgegenständen ? 

Neben der Behandlung der betroffenen Personen sind Gegenstände durch die eine Übertragung möglich ist, wie beispielsweise Kleidung, Bettlaken sowie Bezüge von Kopfkissen und Bettdecken, Polstermöbel, Kuscheltiere, Kämme und Bürsten, zu reinigen. Wenn möglich sollten diese Gegenstände mit 60 ° C gewaschen werden. Ist diese Temperatur für einige Materialien zu hoch, gibt es die Möglichkeit der Abtötung in der Gefriertruhe bei -18° C über 2 Tage. Wer diese Möglichkeit nicht besitzt, kann Textilien 3 Wochen lang bei Zimmertemperatur (20° C-22°C) im verschlossenen Plastiksack lagern. In dieser Zeit sind dann alle Läuse aus den Nissen geschlüpft und verhungert. Bei kühler Lagerung dauert die Abtötung länger.    

Was kann man falsch machen? 

Behandlung bei sehr fettigem Haar, das Behandlungsmittel löst sich im Fett und steht damit in nicht ausreichender Menge für die Abtötung der Läuse zur Verfügung. Haarwäsche vor der Behandlung mit normalen Haarshampoos oder Seife. Seifenbestandteile zerstören den läuseabtötenden Wirkstoff, so dass eine vollständige Abtötung nicht gewährleistet ist. Bei pH-neutralen Shampoos besteht die Gefahr nicht. Ist das Haar bei der Behandlung zu feucht, wird der Wirkstoff zu stark verdünnt. Ist das Haar aber zu trocken, saugen die Haare den Wirkstoff auf. Fazit die Haare handtuch-trocken reiben, so optimieren Sie die Behandlung. Die Einwirkzeit des Behandlungsmittels im Haar ist kürzer, als in der Packungsbeilage beschrieben. Es werden nicht alle Mitglieder einer Lebensgemeinschaft sorgfältig kontrolliert und gegebenenfalls behandelt. Es besteht aus diesem Grunde die Gefahr einer erneuten Infektion in der Lebensgemeinschaft. Textilien und Bettwäsche werden nicht ausreichend behandelt, so dass auch von hier aus eine erneute Infektion erfolgen kann.

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